Koma und künstliches Koma


Koma
In der Medizin ist ein voll ausgeprägtes Koma die schwerste Form einer quantitativen Bewusstseinsstörung. In diesem Zustand kann das Individuum auch durch starke äußere Stimulation wie wiederholte Schmerzreize nicht geweckt werden.

Das Koma ist somit ein Symptom (Krankheitszeichen) und keine Krankheit. Das Koma ist Ausdruck einer schwersten Störung der Großhirnfunktion und zumeist lebensbedrohend. Die weitere Entwicklung des Komatösen (Prognose) ist von der zugrunde liegenden Erkrankung und medizinischen Versorgung abhängig.

Komatiefe
Die Einteilung erfolgt nach klinischen Gesichtspunkten, also entsprechend der Reaktion auf bestimmte Reize. Je nach verwendeter Klassifikation werden zumeist drei bis vier Grade unterschieden:

1. Grad - gezielte Abwehr auf Schmerz, Pupillenbewegung intakt, Augenbewegung bei Reizung des Gleichgewichtsorgans (vestibulo-okulärer Reflex) intakt

2. Grad - ungerichtete Abwehr auf Schmerz, Massenbewegungen, Außenschielen (divergente Bulbi)

3. Grad - keine Abwehr, nur noch Fluchtreflexe, vestibulo-okulärer Reflex fehlt, Pupillenreaktion abgeschwächt

4. Grad - keine Schmerzreaktion, keine Pupillenreaktion, Ausfall weiterer Schutzreflexe

In der Notfallmedizin etabliert ist die Glasgow-Coma-Skala - die auch als Entscheidungshilfe z. B. für Beatmung herangezogen wird. Sie umfasst auch leichtere Bewusstseinsstörungen.

künstliches Koma
Dieser Begriff wird zumeist synonym für eine Sedierung oder Narkose verwendet, um einem medizinischen Laien eine medikamentös herbeigeführte Bewusstseinsminderung zu erklären. Dabei muss die Bewusstseinslage nicht komatös sein, auch leichtere Sedierungen mit dem Ziel der Beruhigung werden oft so bezeichnet. Das erklärt, weshalb Patienten im künstlichen Koma Wahrnehmungen und Erinnerungen an diese Zeit haben können. Im Rahmen einer tiefen Sedierung z.B. mit einem Barbiturat wäre dies nicht möglich.
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