|
TIA -
Transitorische ischämische Attacke
Transitorische ischämische Attacke (abgekürzt TIA) ist ein Begriff
aus der Medizin und bezeichnet vorübergehende neurologische Ausfallserscheinungen,
die nicht länger als 24 Stunden anhalten. Ursache ist meist eine
umschriebene Durchblutungsstörung einer Gehirnregion. Die TIA hat
heute in der Notfallmedizin eine große Bedeutung, weil die möglichst
rasche Erkennung und Behandlung der Ursache bei vielen Patienten einen
großen Schlaganfall verhindern kann.
Ursache
Bei Anwendung empfindlicher Untersuchungsmethoden stellt man heute fest,
dass viele transitorische ischämische Attacken tatsächlich durch
kleine Schlaganfälle verursacht sind, insbesondere, wenn die Symptome
länger als 30 Minuten andauern. Deshalb ist auch die früher
gebräuchliche Bezeichnung PRIND (Prolongiertes ischämisches
neurologisches Defizit) für eine Zwischenstufe zwischen
TIA und Schlaganfall (Symptomdauer bis zu acht Tagen) nicht mehr üblich,
da in diesen Fällen immer ein vollendeter Schlaganfall
vorliegt.
Die
Ursachen von TIA entsprechen demzufolge weitgehend denen des Schlaganfalls
(siehe dort). Daneben treten TIA gelegentlich auch bei anderen Erkrankungen
auf, etwa bei der Migräne (hemiplegische Migräne). Manchmal
wird auch trotz gründlicher Diagnostik keine Ursache gefunden.
Symptome
Die Symptome der TIA gleichen denen des Schlaganfalls, besonders typisch
sind halbseitige Lähmungen von Arm und/oder Bein (Hemiplegie oder
Hemiparese), Sprachstörungen (Aphasie) und (evtl. halbseitige) Sehstörungen
(Amaurosis fugax). Bei einer TIA bilden sich die Leitsymptome innerhalb
von 24 Stunden zurück, begleitende Symptome (z.B. Gefühlsstörungen)
können noch über einen längeren Zeitraum bestehen bleiben.
Therapie
Im Akutstadium (solange die Symptome noch bestehen) kann zwischen einer
TIA und einem Schlaganfall nicht unterschieden werden. Die Akutbehandlung
muss sich deshalb am Vorgehen beim Schlaganfall orientieren (siehe Schlaganfall),
insbesondere ist eine rasche Diagnostik zwingend.
Im weiteren
Verlauf (nach Abklingen der Symptome) ist besonders darauf zu achten,
dass transitorische ischämische Attacken sehr häufig als Vorboten
eines "großen" Schlaganfalls auftreten. Dies gilt besonders
in den ersten drei Tagen nach einer TIA, bei einer Symptomdauer von über
zehn Minuten und bei Patienten, die älter als 60 Jahre sind. Patienten
mit Lähmungen oder Sprachstörungen sind gefährdeter als
solche mit Sehstörungen. Einige der Ursachen von TIA und Schlaganfall
können mit Erfolg behandelt werden, so etwa durch Antikoagulation
bei Vorhofflimmern, durch Thrombozytenaggregationshemmer bei einer Arteriosklerose
der Arteria carotis oder durch eine Operation bei Stenosen dieses hirnversorgenden
Gefäßes. Bei Patienten nach TIA sind diese Behandlungsmaßnahmen
oft besonders nützlich, da sie unbehandelt ein sehr hohes Schlaganfallrisiko
aufweisen.

TIA
- Transitorische ischämische Attacke
Die
wichtigsten Risikofaktoren
Schlaganfall-Therapie muß so früh wie möglich
einsetzen
Rehabilitation
- Die Familie ist besonders wichtig
Weitere Folgen eines Schlaganfalls

Karotis-Stent-Angioplastie
bei rezidivierenden TIAs (mit Filmsequenzen)
|