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Die Forced-Use Therapie auch Taub'sche Bewegungstherapie genannt, ist eine neue Bewegungstherapie für Patienten mit Hemiparese (Halbseitenlähmung) nach Schlaganfall, Hirnblutung und sonstige Hirnveletzungen. Bei dieser Therapie wird der gesunde Arm in seiner Beweglichkeit durch eine Schiene stark eingeschränkt. Gleichzeitig wird ein tägliches Bewegungstraining mit dem "gelähmten" Arm durchgeführt. Hintergrund: "Aufgrund biologischer Vorgänge sind von einem Schlaganfall oder einer Hirnverletzung betroffene Patienten kurz nach Krankheitsbeginn oft nicht in der Lage, die vom Schlaganfall betroffenen Körperteile aktiv zu nutzen. Wird es dennoch versucht, sind die Bemühungen meist wenig erfolgreich und oftmals verursachen sie Schmerzen und Enttäuschungen. Oft wird deshalb der betroffene Körperteil geschont. Bewegungs- oder Sprachanforderungen im Alltag werden dann ausschließlich mit dem gesunden Körperteil oder durch Gestik und Mimik erledigt. Die Benutzung der betroffenen Seite oder der Sprache kann dann über die Zeit hinweg buchstäblich vergessen werden.Diese allmähliche Vernachlässigung von Bewegungen und der Sprache wird als gelernter Nichtgebrauch bezeichnet. Unser Trainingsansatz geht davon aus, dass dieser gelernte Nichtgebrauch durch ein gezieltes Training wieder außer Kraft gesetzt werden kann. In einer amerikanischen sowie in unserer Arbeitsgruppe konnte inzwischen gezeigt werden, dass Patienten mit einer Teillähmung des Arms durch gezielte Bewegungsübungen langsam wieder an den Gebrauch des Arms herangeführt werden und eine Verbesserung des Bewegungszustandes erreichen können." (Quelle: FSU Jena) Ist die Sprache
ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen, wird das motorische Training mit
einem Sprachtraining kombiniert.
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