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Leistungen

Häusliche Pflege.
Häusliche Pflege setzt nicht voraus, dass der Pflegebedürftige in seinem eigenen Haushalt gepflegt wird. Dies kann vielmehr auch ein anderer Haushalt sein, in den der Pflegebedürftige aufgenommen worden ist, oder ein Altenwohnheim oder Altenheim. Leistungen bei häuslicher Pflege sind nur ausgeschlossen, wenn es sich bei der Einrichtung, in der der Pflegebedürftige betreut wird, um ein Pflegeheim handelt.

Sachleistungen.
Die Pflegeversicherung gibt der häuslichen Pflege eindeutigen Vorrang vor einer stationären Betreuung. Deshalb bilden die Leistungen zur Verbesserung der Bedingungen der häuslichen Pflege den Schwerpunkt des Gesetzes. Zu diesen Verbesserungen gehört die Unterstützung der pflegenden Angehörigen durch professionelle Pflegekräfte. Die Leistungen der ambulanten Dienste (im Gesetz als „Sachleistung“ bezeichnet) machen es aber auch vielen allein lebenden Pflegebedürftigen möglich, trotz ständigen Hilfebedarfs weiter in ihrer Wohnung leben zu können. Je nach dem Schweregrad der Pflegebedürftigkeit können als Sachleistung Pflegeeinsätze durch ambulante Pflegedienste bis zum Wert von 440 Euro monatlich in Pflegestufe I in Anspruch genommen werden. In Pflegestufe II sind es 1.040 Euro und in Pflegestufe III 1.510 Euro, in Härtefällen bis zu 1.918 Euro im Monat. Der Anspruch auf Pflegesachleistung setzt voraus, dass die Pflegeleistungen von ambulanten Pflegediensten erbracht werden, mit denen die Pflegekassen oder die für sie tätigen Verbände Verträge abgeschlossen haben (zugelassene Leistungserbringer). Werden Pflegeleistungen von nicht zugelassenen Leistungserbringern in Anspruch genommen, handelt es sich um einen Fall der selbst sichergestellten Pflege, für den die Pflegeversicherung das Pflegegeld vorsieht. Der Pflegedienst und der Pflegebedürftige schließen einen Pflegevertrag ab, in dem u. a. der vereinbarte Leistungsumfang und die Pflegezeiten festgeschrieben sind. Innerhalb von zwei Wochen nach dem ersten Pflegeeinsatz kann der Pflegebedürftige den Pflegevertrag ohne Angabe von Gründen und ohne Einhaltung einer Frist kündigen.

Pflegegeld.
Die Pflegebedürftigen sollen nach dem Willen des Gesetzgebers selbst darüber entscheiden, wie und von wem sie gepflegt werden wollen. Sie haben deshalb die Wahl, Sachleistungen (Hilfe von Fachkräften) oder Pflegegeld in Anspruch zu nehmen. Das Pflegegeld steht dem Pflegebedürftigen zu, der es an pflegende Angehörige als finanzielle Anerkennung weitergeben kann. Das Pflegegeld ist wie die Sachleistung nach dem Schweregrad der Pflegebedürftigkeit gestaffelt. Der Anspruch auf Pflegegeld setzt voraus, dass der Pflegebedürftige mit dem bewilligten Betrag die erforderliche Grundpflege und hauswirtschaftliche Versorgung in geeigneter Weise sicherstellen kann. Das bedeutet, eine Betreuung durch Angehörige oder sonstige ehrenamtlich tätige Pflegepersonen muss gewährleistet sein. Oder der Pflegebedürftige beschäftigt eine fest angestellte Pflegekraft („Arbeitgebermodell“). Das Pflegegeld beträgt bei Pflegestufe I 225 Euro monatlich, bei Pflegestufe II 430 Euro und bei Pflegestufe III 685 Euro im Monat. Pflegegeld wird für die Tage gezahlt, an denen die häusliche Pflege durchgeführt wird. Wird die Pflege unterbrochen, zahlt die Kasse nur anteiliges Pflegegeld. Eine Ausnahme ist die Pflegeunterbrechung wegen eines Krankenhausaufenthalts: Bei vorübergehender vollstationärer Krankenhausbehandlung wird das Pflegegeld bis zu vier Wochen weitergezahlt.

Das Bundesministerium für Gesundheit hält aktuelle Daten für Sie bereit.
(Quelle: BMG)

Die Pflegestufen
Das Antragsverfahren
Prüfung durch den Medizinischen Dienst der Krankenkassen (MDK)
Die Leistungen

Wenn die Eltern zum Pflegefall werden (ZDF-Video)
Pflegefall - was nun? (WDR-Video)
Schicksalsschlag - was nun? (WDR-Video)
Leistungen der Pflegeversicherung (Bundesministerium für Gesundheit)
Broschüre "Pflegebedürftig. Was nun?" vom Bundesministerium für Gesundheit (Download)
Broschüre "Pflegen zu Hause" vom Bundesministerium für Gesundheit (Download)
Broschüre "Alles was Sie zur Pflege wissen müssen." vom Bundesministerium für Gesundheit (Download)
Buchtipps zur Pflegeversicherung - 3 Ratgeber

 

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