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Phasen
in der Neurologischen Rehabilitation
Dem Schädigungsbild zugeordnete Phasen
Phase
B
Behandlungs- oder Rehabilitationsmaßnahme, in der noch intensivmedizinische
Behandlungsmöglichkeiten vorgehalten werden müssen. Die Phase
B wird Patienten mit nachstehend beschriebenem Schädigungsbild zugeordnet:
Bewusstlose
bzw. schwer bewusstseinsgestörte Patienten (darunter auch solche
mit einem apallischen Syndrom/Wachkoma) mit schwersten Hirnbeschädigungen
als Folge von Schädelhirntrauma, cerebralen Durchblutungsstörungen,
Hirnblutungen, Sauerstoffmangel, entzündlichen Prozessen, Tumoren,
Vergiftungen und anderem.
Patienten mit anderen schweren neurologischen Störungen (z.B. Locked-in-Syndrom,
Guillain-Barrè-Syndrom, hoher Querschnitt), die noch intensivbehandlungspflichtig
sind
Zielsetzung in der Phase B ist es, die motorische, geistige und psychische
Funktion der Patienten wieder zu erlangen.
Phase C
In der Phase C sind Patienten kooperativ und bereits in der Lage in der
Therapie mitzuarbeiten, eine medizinische Überwachung ist jedoch
noch erforderlich. Es besteht noch ein hoher pflegerischer Bedarf.
Die
Patienten sind überwiegend bewusstseinsklar, kommen einfachen Aufforderungen
nach, die Handlungsfähigkeit reicht aus, um an mehreren Therapiemaßnahmen
täglich von je etwa 30 Minuten aktiv mitzuarbeiten; sie sind teilmobilisiert
und benötigen keine intensivmedizinische Überwachung mehr. Es
liegt keine konkrete Selbst- und Fremdgefährdung (z.B. durch Weglaufen,
agressives Verhalten) mehr vor.
Phase D
Die Phase D setzt nach Abschluss der Frührehabilitation (Phase B
und/oder Phase C) ein.
Die
Patienten in der Phase D haben ihre Selbstständigkeit bei Aktivitäten
des täglichen Lebens, insbesondere im Bereich der Selbstversorgung
wiedererlangt, wie z.B.: Waschen, Ankleiden, Toilettenbenutzung, Essen,
Mobilität.
Eine durchgängige Kooperationsfähigkeit und -bereitschaft, Handlungs-
und Lernfähig-keit liegt vor.
Im
Anschluss an die Phase D kann bei Schülern und Berufstätigen
die Überleitung in die Phase E erfolgen
Phase E
Die Phase E ist eine nachgehende schulische und berufliche Rehabilitationsleistung.
Der
Patient ist bewusstseinsklar und voll orientiert; er hat ein Mindestmaß
an Flexibilität erreicht, kann sich auch auf neue Situationen einstellen.
Er
hat eine weitgehende Selbstständigkeit erreicht und nimmt an den
Aktivitäten des täglichen Lebens teil, ist kommunikations- und
interaktionsfähig, besitzt eine Grundeinsicht in die Art der bestehenden
Störungen, zeigt sich bereit und motiviert, an den eigenen Schwierigkeiten
und Defiziten zu arbeiten.
Phase F
Die Phase F ist die Behandlungs- /Rehabilitationsphase, in der dauerhaft
unterstützende, betreuende und/oder zustandserhaltende Maßnahmen
erforderlich sind für die Patienten mit zum Teil schweren, wahrscheinlich
dauerhaften oder fortschreitenden Funktions-störungen.
Der
Grad der Behinderung reicht von bleibender Bewusstlosigkeit (im sog. apallischen
Syndrom/Wachkoma) bis zu ausgeprägten Funktionsstörungen der
geistigen und körperlichen Fähigkeiten (z.B. Beatmungspflicht).
Um
ein Ausmaß der Schädigung zu beschreiben wird der Bezeichnung
Phase F jeweils ein Kennbuchstabe der vorangegangenen Phasen angehängt:
FB, FC, FD, FE.
(Quelle: Kuratorium
ZNS)

Phasen
in der Neurologischen Rehabilitation

Empfehlung
zur neurologischen Rehabilitation - schwere und schwerste Hirnschädigungen
(Phase B und C)
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